Nimmst du mehr wahr als andere, fühlst dich aber selbst nur selten richtig gesehen?
Dann verfügst du wahrscheinlich über eine erhöhte Neuro-Sensitivität.
Im Volksmund spricht man auch von Hochsensibilität oder Hochsensitivität.
Erst
einmal bedeutet das, dass du über die Fähigkeit verfügst, Reize stärker
zu registrieren und tiefer zu verarbeiten als der Durchschnitt.
Hochsensitive sind wie Röntgengeräte. Sie
nehmen die kleinste Regung, jedes Nichtwissen, jede Unsicherheit, jede
Aufregung wahr. Man kann nichts vor ihnen verbergen. Das kann erst
einmal – puh – sich ganz schön aufregend anfühlen – aber darin liegt
eine große Freiheit – nämlich: sich nicht verstecken zu können und ergo
nicht zu müssen. Da ist jemand, der dich wirklich sieht, deinen schmalen
Grat zwischen Über- und Untererregung und deine gesamte paradoxe Welt
kennt. Kein Erklären, kein Verteidigen, einfach Sein.
Hochsensitive teilen viele gemeinsame Erfahrungen.
Lange fühlt sich das Leben an, als wenn es hinter einem Schleier
stattfindet, als wenn hinter dem Leben ein Film abläuft, der ständig
spielt: Mach dich kleiner, damit sich andere nicht schlecht fühlen! Pass
dich an, damit du nicht abgelehnt wirst! Erfülle die Bedürfnisse
anderer, damit du dich wertvoll fühlst! Mach dich unsichtbar, damit du
sicher bis! Es ist wie ein Nachhausekommen, wenn man merkt, dass der
andere denselben Film laufen hat. So, als wenn man sich schon ewig
kennt. Zugehörigkeit!
Hochsensitive sind brutal ehrlich mit sich selbst und mit anderen.
Auch das kann sich erst einmal ganz schön schmerzhaft anfühlen. Aber
wie entspannend ist es, wenn man nicht die Irritation spüren muss, die
in der Diskrepanz zwischen Gesagtem und Wahrgenommenem liegt? Da ist
jemand, der sein Schutzschild in deiner Gegenwart fallen lässt und sich
dir ungeschönt zeigt, weil er sich bei dir sicher und geschützt fühlt. Man atmet auf.
Hochsensitive spüren ihre Verantwortung. Wenn
man weiß, dass jedes Wort tief trifft und im Gegenüber im Inneren
aufbewahrt wird, etwas aus- und loslösen kann, wählt man die Worte
weise. Es gibt keinen Raum für Oberflächlichkeiten, da ist ein großes
Gewahrsein im Umgang mit dem anderen. Jeder Satz ist eine Botschaft der
Wahrnehmung, der Wertschätzung, der Ermutigung und der Anerkennung der
Schönheit des anderen – wie eine wärmende Decke: fest verbunden, tief berührt.
Hochsensitive sind Spiegel.
In uns erkennt sich der andere und sieht sich auf eine umfassende
ganzheitliche Art und Weise - wie es das nur selten gibt. „Ich kann mich
selbst sehen, weil du mich siehst.“ Manchmal fühle ich mich wie eine
Goldschmiedekünstlerin, die die schönsten Edelsteine sehen und sich
darin spiegeln darf. Was für ein Geschenk des Lebens an uns!
Hochsensitive sind ein Feuerwerk an Energie. Ja,
das sind sie in ihrer Ursprünglichkeit! Durch das Sich-Zeigen und
Gesehen-Werden brechen Dinge auf, die tief vergraben sind. Das ist wahre
Magie, alles, hinter dem man sich versteckt gehalten hat, kommt
plötzlich ans Licht. Und Hochsensitive – die sich in ihrer vollen
Strahlkraft zeigen – haben einfach mehr Energie als andere. Das liegt an
der Fülle an Informationen, die sie durch ihre offene Wahrnehmung wie
einen verborgenen Schatz in sich tragen. Und wenn diese Menschen mit
ihrer geballten Kreativität und ihrem inspirierenden Ideenreichtum
zusammenkommen, dann – hui – dann füllt sich ein Raum mit purer Energie.
Deshalb gehen wir auch so beschwingt und voller Freude und Zuversicht
auseinander und können es kaum abwarten, dass wir uns wiedersehen. Wie schön, dass es dich gibt, lass uns gemeinsam ein Feuerwerk kreieren!
Genetische Veranlagung: Die Sensitivitäts-Gene, die wir durch Vererbung von Geburt an besitzen, spielen eine entscheidende Rolle. Diese Gene beeinflussen die Empfindlichkeit des zentralen Nervensystems und bestimmen, wie stark wir auf Umweltreize reagieren. Laut Dr. Michael Pluess gibt es vier Sensitivitätstypen. Wenn nur wenige oder keine Sensitivitäts-Gene vorhanden sind, entwickelt sich eine geringe Sensitivität.
Frühe Kindheitserfahrungen:
Sind jedoch Sensitivitäts-Gene vorhanden, entscheiden die Umgebung und
Erfahrungen in der frühen Kindheit darüber, welcher der drei folgenden
Typen sich ausbildet. Positive Umwelteinflüsse können die Entwicklung
von Vantage-Sensitivität fördern, bei der Individuen besonders empfänglich für positive Reize sind. Negative Erfahrungen können hingegen zu einer vulnerablen Sensitivität führen, bei der Personen stärker auf Stress und negative Reize reagieren. Generelle Sensitivität wird ausgebildet, wenn sowohl positive als auch negative Erfahrungen ausgeglichen sind.
Differenzielle Anfälligkeit: Dieses Konzept beschreibt, dass hochsensitive Personen sowohl anfälliger für negative Umwelteinflüsse als auch empfänglicher für positive Unterstützung
sind. Dies bedeutet, dass erhöht Neurosensitive besonders stark durch
die Umwelt konditioniert werden können, gleichzeitig aber auch besonders
schnell auf Dekonditionierungsprozesse reagieren.
Neurobiologische Faktoren: Studien haben gezeigt, dass hochsensitive Personen eine tiefere Verarbeitung von Informationen und eine intensivere Reaktion auf Umweltreize erleben. Dies ist durch Unterschiede in der Gehirnstruktur und -funktion nachweisbar.
Die Frage,
«Bin ich hochsensibel oder nicht?»,
ist viel weniger präzise als die Frage,
«Welcher Sensitivitätstyp bin ich?»
Dr. Patrice Wyrsch
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